blut und asche

Ein buntes Völkchen, fahrende Gaukler, schräge Figuren und die Suche nach Satans Teufelsbrut. Im Gepäck grelle Erinnerungen, große Gefühle. Sie erzählen Geschichten, Figuren werden lebendig. Solche, die anklagen, richten, henken, helfen, heilen, schweigen oder sich verstecken. Bilder, Szenen, Melodien zwischen gestern und heute. „Blut und Asche“ ist ein Stück hessische Geschichte und ihre aktualisierte Deutung als Passio, als Geschichte des Leidens und der leidenschaftlichen Sehnsucht nach ihrer Überwindung. Auch heute noch schlummern unter uns die fanatischen Impulse, die die Hexenverfolgung ermöglicht haben. Diffamierung, „Verteufelung“, Verfolgung und Vernichtung Anderslebender stehen weiterhin auf der Tagesordnung. Wenn aber Verletzlichkeit und Verwundbarkeit zum menschlichen Leben gehören, brauchen sie deshalb auch öffentliche Orte ihrer Darstellung. Wo sind die Stimmen der im allgemeinen Glücks- und Erfolgswahn Abgespaltenen?
„So viel weiß ich: Der Schmerz gehört zum Leben, weil er zur Liebe gehört.
Einen schmerzfreien Gott kann ich mir nicht wünschen, ich könnte ihm nicht trauen.“
(Dorothee Sölle)
2006 startete der Cantemus Kammerchor eine seiner größten Herausforderungen. Das Musiktheaterprojekt “Blut und Asche” zum Thema der Hexenverfolgung, ein Gemeinschaftprojekt zusammen mit dem Zentrum Verkündigung in Frankfurt und Theater Transit. Neben dem musikalischen Part wurde der Chor auch in Sachen Schauspiel voll mit in das Stück einbezogen. Mehrere erfolgreiche Aufführungen in Hessen u.a. in der Katharinenkirche in Frankfurt am Main beschertem dem Stück hohe Aufmerksamkeit. Sicherlich ein absolutes Highlight in der Geschichte des Chores!
Weitere Infos finden Sie auf der Veranstaltungsseite von “Blut und Asche”.